

ZutatenEingelegtes
Preiselbeeren
Die Frucht von Vaccinium vitis-idaea, ein kleiner Zwergstrauch aus dem Nadelwald. Die Beeren sind klein, fest und hellrot.
Der Geschmack ist sauer mit einer bitteren Kante. Genau die Kante braucht der Teller: sie schneidet durch Fett und Bratensaft, deshalb stehen sie neben Wild, neben Schnitzel und neben gebackenem Camembert.
Nicht dieselbe Beere
Was in Mexiko als arándano rojo verkauft wird, ist die Cranberry, Vaccinium macrocarpon. Verwandt, aber eine andere Art: größer, wasserreicher, im Verhältnis milder in der Bitterkeit.
Und arándano azul ist Heidelbeere. Süß, weich, dunkel, und in einer Wildsauce völlig fehl am Platz.
Ersatz
Cranberrysauce nehmen und nachjustieren: weniger Zucker, mehr Zitrone. Damit kommt die Säure ungefähr dorthin, wo sie hingehört.
Was sie nicht schafft: die feine Bitterkeit und den harzigen Ton der Preiselbeere. Die Sauce bleibt runder und marmeladiger. Für Wild reicht sie, dem gebackenen Camembert fehlt der Biss.
Kaufen
Cranberrysauce steht in jedem größeren Supermarkt, um Weihnachten liegt sie stapelweise.
Wer echte Preiselbeeren will, sucht nach Ware aus deutscher oder skandinavischer Herstellung, meist im Glas als Kompott.