Weiße Pfefferkörner in einem Steinmörser, hell und glatt

ZutatenGewürzeVerwechslungsgefahr

Weißer Pfeffer

Dieselbe Pflanze wie beim schwarzen: Piper nigrum. Nur werden die Beeren reif geerntet und tagelang in Wasser gelegt, bis sich die Schale ablöst.

Übrig bleibt der helle Kern. Deshalb ist das Korn glatt und beige, nicht schwarz und runzlig.

Die Falle

Wer denkt, Pfeffer ist Pfeffer, greift zum schwarzen. Das geht in der hellen Sauce zweimal schief: der Ton stimmt nicht, und im Teller schwimmen dunkle Punkte.

Umgekehrt genauso. Weißer Pfeffer auf dem Steak schmeckt muffig, nicht frisch.

Geschmack

Die Schärfe vom Piperin bleibt, teils schärfer im ersten Eindruck. Was fehlt, ist die harzige Frische der Schale.

Dafür kommt eine erdige, leicht gegorene Note vom Wässern dazu. Sparsam dosieren, sie setzt sich schnell durch.

In der Küche

Helle Saucen, Béchamel, Kartoffelpüree, Kartoffelsuppe, Spargel, Blumenkohl, Fisch. Überall dort, wo das Gericht hell bleiben soll.

Auch in vielen hellen Wurstsorten steckt weißer Pfeffer. Er würzt, ohne sichtbar zu sein.

In Mexiko

Pimienta blanca gibt es, sie steht nur seltener im Regal als die schwarze. City Market, La Comer, Tiendas de especias, Mercado Libre.

Ganze Körner nehmen und frisch mahlen. Eine zweite kleine Mühle nur dafür spart das Umfüllen.