

ZutatenGewürze
Gewürznelken
Die getrocknete, ungeöffnete Blütenknospe von Syzygium aromaticum. Dunkelbraun, mit einem kleinen Kopf am Ende des Stiels.
Sie stecken im Sauerbraten, im Rotkohl, im Glühwein, im Lebkuchen und in der Zwiebel, die mit Lorbeer und Nelken gespickt in der Brühe schwimmt.
Geschmack
Der Ton kommt vom Eugenol, demselben Stoff, den man aus der Zahnarztpraxis kennt. Warm, süß, harzig, und er betäubt die Zunge ein wenig.
Nelke setzt sich gegen alles durch: gegen Essig, gegen Rotwein, gegen langes Schmoren. Sie geht als Letzte aus dem Topf.
Dosierung
Nelken werden gezählt, nicht geschätzt. Drei bis vier Stück für einen Braten, zwei für einen Liter Glühwein.
Ganz in den Topf, am Ende wieder herausfischen. Gemahlen verteilt sie sich überall und lässt sich nicht mehr zurücknehmen.
In Mexiko
Clavo de olor, in jedem Mercado, dieselbe Knospe. Kein Umweg nötig.
Die mexikanische Küche kennt sie aus Adobos und Birria. Die Dosis dort ist eine andere: im deutschen Rezept sind es einzelne Stück.