

ZutatenGewürze
Beifuß
Artemisia vulgaris, ein Korbblütler. Die Blätter sind tief eingeschnitten, oben dunkelgrün und unten silbrig weiß.
Er gehört zur Martinsgans und zur Weihnachtsgans. Ein Zweig kommt in den Bauch des Vogels oder in die Bratform, gegessen wird er nicht.
Geschmack
Bitter, harzig, leicht herb. Genau diese Bitterkeit ist der Grund, warum er zu fettem Fleisch passt.
Geerntet wird vor der Blüte. Danach wird die Pflanze noch bitterer und wird im Braten unangenehm.
In Mexiko
Er heißt artemisa. Herbolarias führen ihn gelegentlich, meist getrocknet und als Heilkraut.
Getrocknete Ware gibt es außerdem online. Für die Gans genügt ein kleiner Zweig, ein Beutel hält Jahre.
Ersatz
Majoran plus etwas Salbei. Der Majoran bringt den harzigen Ton, der Salbei die Bitterkeit.
Beides sparsam, sonst überdeckt die Mischung den Braten. Das Ziel ist ein Gegengewicht zum Fett, kein zweiter Hauptgeschmack.
Vorsicht
In Herbolarias steht artemisa als Heilpflanze im Regal, nicht als Lebensmittel. Auf saubere, reine Ware achten.
Lose Ware ohne Etikett ist ein Risiko: Man weiß nicht, was mitgetrocknet wurde.